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HelloFresh

Aus UnionBustingWiki
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HelloFresh SE

Logo

Rechtsform Europäische Gesellschaft (SE)
ISIN DE000A161408
Gründung 2011
Sitz Berlin, Vorlage:DEU
Leitung * Dominik Richter
  • Thomas Griesel
  • Christian Gärtner
  • Edward Boyes
Mitarbeiterzahl 14.635 (2021)
Umsatz 5,993 Mrd. EUR (2021)
Branche Lebensmitteleinzelhandel
Website www.hellofresh.de

Stand: 2021-12-31

Der Lieferdeinst HelloFresh SE wurde 2011 in Berlin gegründet. Der Lieferdienst für Kochboxen ist international tätig im deutschen Aktienindex vertreten und Beschäftigte 2021 14.635 Mitarbeiter*innen.

HelloFresh machte bereits im Oktober 2021 Schlagzeilen, als das Unternehmen in den USA gegen Gewerkschafter*innen vorging.

Union Busting bei HelloFresh

Am 2. Juni 2022 hatten drei Beschäftigte mit Aushängen und einer Rundmail zu einer Vollversammlung der mehr als 1.300 Berliner Beschäftigten aufgerufen. Die Wahl des Wahlvorstandes scheiterte am 10. Juni 2022 dann jedoch, da knapp mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen entweder Enthaltungen oder ungültig waren. Nach der gescheiterten Versammlung hat die Gewerkschaft am 10. August 2022 die Einsetzung eines Wahlvorstandes beim Arbeitsgericht beantragt.[1]

Union Busting Methoden

  • Desinformationskampagne: Im Vorfeld der geplanten Betriebsratswahl im Juni 2022 organisierte die Geschäftsführung eine Desinformationskampagne mit zwei Veranstaltungen auf denen falsche Informationen über Betriebsräte verbreitet worden sein sollen.
  • Sabotage der Wahlveranstaltung: Im Vorfeld der Wahlversammlung zur Wahl des Wahlvorstandes am 10. Juni 2022 unterrichtete die Geschäftsführung Mitarbeiter*innen wie sie die Wahlversammlung durch Enthaltungen und ungültige Stimmen sabotieren können.
  • Alternative Mitarbeitervertretung: Die Geschäftsführung bietet den Betriebsratswahlinitiator*innen an, dass sie auf einen Betriebsrat verzichten sollen, um stattdessen ein sogenanntes "Fresh Council" zu gründen. Dieses „Fresh Council“ soll ähnliche Rechte wie ein Betriebsrat erhalten, mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Geschäftsführung diese Rechte jederzeit wieder zurück nehmen könnte und sie nicht gerichtlich einklagbar wären.

Union Buster auf Unternehmensseite

HelloFresh kann auf die tatkräftige Unterstützung der Anwälte der Berliner Kanzlei Greenberg Traurig Germany zählen, die sich laut eigenen Angaben auf „gewerkschaftsfreie Strategien“ und "Überzeugungsprogramme" spezialisiert hat. Bei den Veranstaltungen soll das Management detailliert erklärt haben, wie man die Wahl des Wahlvorstands verhindern kann.

Einzelnachweise / Quellen

  1. Kevin Hoffmann: Frontberichte 08/2022: AWO, Prominent, HelloFresh, Vivantes, 2022-08-31, https://arbeitsunrecht.de/frontberichte-08-2022-awo-prominent-hellofresh-vivantes/