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Media-Saturn-Holding GmbH: Unterschied zwischen den Versionen
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==Fälle von Union Busting== | ==Fälle von Union Busting== | ||
*Anfang 2022 entschloss sich der Konzern die '''Saturn Filiale in Trier''' zu schließen. Um die Abwicklung der Filiale möglichst reibungslos und günstig vonstatten gehen zu lassen, bedrängte die Geschäftsführung die 34 Mitarbeiter*innen nach Bekanntgabe der Schließung am 08.03.2022 Auflösungs- und Abwicklungsverträge zu unterschreiben. Die Marktleitung drängte die Mitarbeiter*innen dazu die '''Aufhebungsverträge''' mit geringen Abfindungen bis zum 18.03.2022 zu unterschreiben, ansonsten sollten sie laut Saturn nochmals deutlich geringere Abfindungen bekommen. Saturn versuchte damit der '''Wahl eines Betriebsrates''' zuvor zu kommen, mit dem das Unternehmen dann einen konkreten Sozialplan verhandeln müsste. Die von Saturn vorgelegten Verträge sollen Klauseln enthalten, durch die sich die Mitarbeiter*innen praktisch erpresst fühlen. So sollen die Ansprüche auf eine Abfindung verloren gehen oder sich stark mindern, wenn die Mitarbeiter*innen im Zeitraum bis zur Schließung einen neuen Arbeitsplatz finden. Das Selbe soll für Bewerbungen, Vorstellungsgesprächen oder Gespräche mit anderen Unternehmen wegen einer Beschäftigung gelten. Die Beschäftigten wählten Ende März 2022 erstmals erfolgreich einen Betriebsrat. Dieser soll nun die Bedingungen der Verträge nachverhandeln und so Verbesserungen für alle Mitarbeiter*innen erreichen. | *Anfang 2022 entschloss sich der Konzern die '''Saturn Filiale in Trier''' zu schließen. Um die Abwicklung der Filiale möglichst reibungslos und günstig vonstatten gehen zu lassen, bedrängte die Geschäftsführung die 34 Mitarbeiter*innen nach Bekanntgabe der Schließung am 08.03.2022 Auflösungs- und Abwicklungsverträge zu unterschreiben. Die Marktleitung drängte die Mitarbeiter*innen dazu die '''Aufhebungsverträge''' mit geringen Abfindungen bis zum 18.03.2022 zu unterschreiben, ansonsten sollten sie laut Saturn nochmals deutlich geringere Abfindungen bekommen. Saturn versuchte damit der '''Wahl eines Betriebsrates''' zuvor zu kommen, mit dem das Unternehmen dann einen konkreten Sozialplan verhandeln müsste. Die von Saturn vorgelegten Verträge sollen Klauseln enthalten, durch die sich die Mitarbeiter*innen praktisch erpresst fühlen. So sollen die Ansprüche auf eine Abfindung verloren gehen oder sich stark mindern, wenn die Mitarbeiter*innen im Zeitraum bis zur Schließung einen neuen Arbeitsplatz finden. Das Selbe soll für Bewerbungen, Vorstellungsgesprächen oder Gespräche mit anderen Unternehmen wegen einer Beschäftigung gelten. Die Beschäftigten wählten Ende März 2022 erstmals erfolgreich einen Betriebsrat. Dieser soll nun die Bedingungen der Verträge nachverhandeln und so Verbesserungen für alle Mitarbeiter*innen erreichen. | ||
− | ==Union Buster | + | ==Union Buster== |
Maßgeblich beteiligt am Union Busting der Saturn Filiale in Trier ist die Geschäftsführung der '''Saturn-Mega Markt GmbH Trier, Anna Katharina Aumann''' und '''Jörg Priebe.''' | Maßgeblich beteiligt am Union Busting der Saturn Filiale in Trier ist die Geschäftsführung der '''Saturn-Mega Markt GmbH Trier, Anna Katharina Aumann''' und '''Jörg Priebe.''' | ||
==Einzelnachweise / Quellen:== | ==Einzelnachweise / Quellen:== |
Aktuelle Version vom 21. Mai 2023, 11:05 Uhr
Media-Saturn-Holding GmbH
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Rechtsform | GmbH |
Gründung | 1979 |
Sitz | Ingolstadt, Deutschland |
Leitung | Karsten Wildberger[1] |
Mitarbeiterzahl | 53.000 (2019/20)[2] |
Umsatz | 20,8 Mrd. Euro (2019/20) |
Branche | Elektronikeinzelhandel |
Website | www.mediamarktsaturn.com |
Die international agierenden Media-Saturn-Holding GmbH und betreibt in Europa rund 1.000 Elektronikmärkte der Marken Saturn und Media Markt, sowie die Deutsche Technikberatung. 2019 beschäftigte der Konzern dabei 53.000 Mitarbeiter*innen und machte einen Umsatz von 20,8 Milliarden Euro. Die Saturn-Media-Holding gehört ihrerseits zur Ceconomy AG, einer Ausgliederung der Metro AG.
Fälle von Union Busting
- Anfang 2022 entschloss sich der Konzern die Saturn Filiale in Trier zu schließen. Um die Abwicklung der Filiale möglichst reibungslos und günstig vonstatten gehen zu lassen, bedrängte die Geschäftsführung die 34 Mitarbeiter*innen nach Bekanntgabe der Schließung am 08.03.2022 Auflösungs- und Abwicklungsverträge zu unterschreiben. Die Marktleitung drängte die Mitarbeiter*innen dazu die Aufhebungsverträge mit geringen Abfindungen bis zum 18.03.2022 zu unterschreiben, ansonsten sollten sie laut Saturn nochmals deutlich geringere Abfindungen bekommen. Saturn versuchte damit der Wahl eines Betriebsrates zuvor zu kommen, mit dem das Unternehmen dann einen konkreten Sozialplan verhandeln müsste. Die von Saturn vorgelegten Verträge sollen Klauseln enthalten, durch die sich die Mitarbeiter*innen praktisch erpresst fühlen. So sollen die Ansprüche auf eine Abfindung verloren gehen oder sich stark mindern, wenn die Mitarbeiter*innen im Zeitraum bis zur Schließung einen neuen Arbeitsplatz finden. Das Selbe soll für Bewerbungen, Vorstellungsgesprächen oder Gespräche mit anderen Unternehmen wegen einer Beschäftigung gelten. Die Beschäftigten wählten Ende März 2022 erstmals erfolgreich einen Betriebsrat. Dieser soll nun die Bedingungen der Verträge nachverhandeln und so Verbesserungen für alle Mitarbeiter*innen erreichen.
Union Buster
Maßgeblich beteiligt am Union Busting der Saturn Filiale in Trier ist die Geschäftsführung der Saturn-Mega Markt GmbH Trier, Anna Katharina Aumann und Jörg Priebe.
Einzelnachweise / Quellen:
- ↑ https://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/mediamarkt-und-saturn-eon-vorstand-karsten-wildberger-wird-chef-von-ceconomy-a-ba92e16f-9eec-424d-b75a-c3e166df09f8, Eon-Vorstand Karsten Wildberger wird Ceconomy-Chef, Abruf: 2021-08-01
- ↑ https://www.mediamarktsaturn.com/unternehmen