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Seitz: Unterschied zwischen den Versionen
PK2021 (Diskussion | Beiträge) K |
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Die Verantwortlichen hatten die Druckerei-Angestellten in der Frühschicht zu einer Betriebsversammlung zusammengerufen, um den ahnungslosen Kolleginnen und Kollegen mitzuteilen, dass sie ab sofort freigestellt sind. | Die Verantwortlichen hatten die Druckerei-Angestellten in der Frühschicht zu einer Betriebsversammlung zusammengerufen, um den ahnungslosen Kolleginnen und Kollegen mitzuteilen, dass sie ab sofort freigestellt sind. | ||
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Diese hatten zuvor jahrelang auf Lohnbestandteile verzichtet, während die Gewinne der Druckerei an das Mutterhaus abgeführt wurden. | Diese hatten zuvor jahrelang auf Lohnbestandteile verzichtet, während die Gewinne der Druckerei an das Mutterhaus abgeführt wurden. | ||
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Unklar ist die juristische Situation. Dumont setzt auf extreme Zersplitterung des Betriebs in zig GmbHs. | Unklar ist die juristische Situation. Dumont setzt auf extreme Zersplitterung des Betriebs in zig GmbHs. | ||
Der Betriebsrat der Druckerei, welche schon vor Jahren in eine eigene GmbH & Co KG ausgelagert wurde, hatte immer wieder Gesprächsangebote gemacht. | Der Betriebsrat der Druckerei, welche schon vor Jahren in eine eigene GmbH & Co KG ausgelagert wurde, hatte immer wieder Gesprächsangebote gemacht. | ||
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Die Geschäftsleitung hat solche Gespräche abgelehnt, gab keine Informationen heraus und ließ den Betriebsrat am Morgen des 04.10.2023 ins offene Messer laufen. | Die Geschäftsleitung hat solche Gespräche abgelehnt, gab keine Informationen heraus und ließ den Betriebsrat am Morgen des 04.10.2023 ins offene Messer laufen. | ||
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Es scheint, dass das ganze Manöver von langer Hand geplant war und über verschiedene Vertragskonstrukte versucht wurde die betriebliche Mitbestimmung für die Schließung komplett auszuhebeln. Wir erwarten hier noch eine mögliche juristische Klärung. | Es scheint, dass das ganze Manöver von langer Hand geplant war und über verschiedene Vertragskonstrukte versucht wurde die betriebliche Mitbestimmung für die Schließung komplett auszuhebeln. Wir erwarten hier noch eine mögliche juristische Klärung. | ||
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Für uns steht fest: Fälle in denen sich eine Erbengemeinschaft oder ein Unternehmer durch Lohnverzicht von Angestellten bereichert um sie anschließend in die Arbeitslosigkeit zu schicken sind nicht hinnehmbar. | Für uns steht fest: Fälle in denen sich eine Erbengemeinschaft oder ein Unternehmer durch Lohnverzicht von Angestellten bereichert um sie anschließend in die Arbeitslosigkeit zu schicken sind nicht hinnehmbar. | ||
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Verantwortlich sind unter anderem Isabelle Neven DuMont, Christian Dumont Schütte, Thomas Schultz-Homberg, CEO der Kölner Stadt-Anzeiger Medien und Christoph Bauer, Beiratsvorsitzender der Kölner Stadt-Anzeiger Medien und CEO von DuMont. | Verantwortlich sind unter anderem Isabelle Neven DuMont, Christian Dumont Schütte, Thomas Schultz-Homberg, CEO der Kölner Stadt-Anzeiger Medien und Christoph Bauer, Beiratsvorsitzender der Kölner Stadt-Anzeiger Medien und CEO von DuMont. | ||
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In der Verhandlung mit dem Betriebsrat traten am 12.10.2023 als Vertreter Dumonts die Anwälte Maximilian Schmidt und Leonie Pfeufer von der Wirtschaftskanzlei Seitz, sowie Joachim Meinhold (ehemals Saarbrücker Zeitung) auf. | In der Verhandlung mit dem Betriebsrat traten am 12.10.2023 als Vertreter Dumonts die Anwälte Maximilian Schmidt und Leonie Pfeufer von der Wirtschaftskanzlei Seitz, sowie Joachim Meinhold (ehemals Saarbrücker Zeitung) auf. | ||
Version vom 20. Oktober 2023, 12:04 Uhr
Seitz Rechtsanwälte Steuerberater Partnerschaftsgesellschaft mbB
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Rechtsform | Partnerschaftsgesellschaft mbB |
Sitz | Köln, München, Frankfurt, Düsseldorf |
Leitung | Dr. Stefan Seitz |
Mitarbeiterzahl | ca. 120 Rechtsanwälte, davon 24 Partner |
Website | [1] |
Fälle
- Verlagshaus Dumont in Köln
"Wirtschaftlich Denken. Partnerschaftlich Handeln." lautet der selbstgewählte Slogan der Kanzlei Seitz. Mit "Partnerschaftlich Handeln" waren die Beschäftigten der Dumont-Druckerei in Köln wohl nicht gemeint, sie müssen die Kosten des "Wirtschaftlich Denken" tragen. Das Management des Kölner Presse-Monopolisten Dumont verwies am 4.Oktober 2023 200 Angestellte der hauseigenen Druckerei ohne jede Vorwarnung des Geländes.
Die Verantwortlichen hatten die Druckerei-Angestellten in der Frühschicht zu einer Betriebsversammlung zusammengerufen, um den ahnungslosen Kolleginnen und Kollegen mitzuteilen, dass sie ab sofort freigestellt sind.
Diese hatten zuvor jahrelang auf Lohnbestandteile verzichtet, während die Gewinne der Druckerei an das Mutterhaus abgeführt wurden.
Den Druckauftrag für den Kölner Stadtanzeiger, die Kölnische Rundschau und den Express hatte das Management zu diesem Zeitpunkt bereits an eine tariflose Druckerei in Koblenz vergeben.
Unklar ist die juristische Situation. Dumont setzt auf extreme Zersplitterung des Betriebs in zig GmbHs. Der Betriebsrat der Druckerei, welche schon vor Jahren in eine eigene GmbH & Co KG ausgelagert wurde, hatte immer wieder Gesprächsangebote gemacht.
Die Geschäftsleitung hat solche Gespräche abgelehnt, gab keine Informationen heraus und ließ den Betriebsrat am Morgen des 04.10.2023 ins offene Messer laufen.
Es scheint, dass das ganze Manöver von langer Hand geplant war und über verschiedene Vertragskonstrukte versucht wurde die betriebliche Mitbestimmung für die Schließung komplett auszuhebeln. Wir erwarten hier noch eine mögliche juristische Klärung.
Für uns steht fest: Fälle in denen sich eine Erbengemeinschaft oder ein Unternehmer durch Lohnverzicht von Angestellten bereichert um sie anschließend in die Arbeitslosigkeit zu schicken sind nicht hinnehmbar.
Verantwortlich sind unter anderem Isabelle Neven DuMont, Christian Dumont Schütte, Thomas Schultz-Homberg, CEO der Kölner Stadt-Anzeiger Medien und Christoph Bauer, Beiratsvorsitzender der Kölner Stadt-Anzeiger Medien und CEO von DuMont.
In der Verhandlung mit dem Betriebsrat traten am 12.10.2023 als Vertreter Dumonts die Anwälte Maximilian Schmidt und Leonie Pfeufer von der Wirtschaftskanzlei Seitz, sowie Joachim Meinhold (ehemals Saarbrücker Zeitung) auf.