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Flaschenpost: Unterschied zwischen den Versionen

Aus UnionBustingWiki
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==Arbeitsbedingungen==
 
==Arbeitsbedingungen==
Nach einem Bericht der Tagesschau vom xx gab es im Vorfeld der Übernahme durch die Oetker-Gruppe eine weiter Verschlechterung der Arbeitsbedingungen: "Team- und Schichtleiter hätten unbezahlte Überstunden leisten müssen, die Fahrer hätten oft nicht pünktlich Feierabend machen können, es hätte Probleme beim Arbeitsschutz gegeben und Mitarbeitern, die unverschuldet wegen Krankheit fehlten, sei schnell gekündigt worden.Das Unternehmen habe die Tatsache ausgenutzt, dass viele Mitarbeiter Teilzeitkräfte waren und es keine betriebliche Mitsprache gab. Vor der Übernahme habe man offensichtlich die Mitarbeiterkosten in der Bilanz niedrig halten wollen. "Schlimmer als die Flaschenpost geht es nicht", ist sein Fazit."<ref name="t_schau">[Internetquelle |autor=Marcel Kolvenbach |url=https://www.tagesschau.de/wirtschaft/flaschenpost-durstexpress-oetker-101.html |titel=Flaschenpost und Durstexpress – „Ein Klima der Angst“ |werk=tagesschau.de |datum=2020-11-06 |abruf=2021-04-20]</ref>  
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Im Sommer 2019 wurden aus der Niederlassung Münster berichtet,  es gäbe dort ein ungeheiztes Lager, nur 15 Minuten Pause bei acht Stunden Arbeitszeit, kaum eine Möglichkeit, in Vollzeit zu arbeiten. Die Kundenbeschwerden nähmen zu, und der Druck lande bei den Fahren (weil beworbene Sonderangebote zu früh vergriffen sind). An heißen Tagen, an denen der meiste Umsatz gemacht würde, berichtete ein Mitarbeiter, er müsse bei 32 Grad in fünf Stunden schon mal 1200 Kisten bewegen. Die Arbeit werde zu wenig wertgeschätzt. Da würden ein paar Gratistrinkflaschen verteilt, das sei die einzige Reaktion auf die Hitze gewesen.
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<ref>Frank Biermann: Das Lieferant*innen-Proletariat hat die Nase voll[https://www.sperre-online.de/das-lieferantinnen-proletariat-hat-die-nase-voll-foodora-und-flaschenpost-beschaeftigte-wollen-betriebsrat-und-faire-arbeitsbedingungen/]
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Das Deaktivieren der Klimaanlagen in den Transportern sei zu seiner Zeit Standard gewesen, erinnert sich Therling, da seien die Sicherungen rausgenommen worden, es wurden Anweisungen gegeben wie: „Nicht benutzen".  Er hatte sich schon gewerkschaftlich engagiert und für einen Betriebsrat gekämpft. Und genau das mache die Schwierigkeit aus in Betrieben, in denen weitgehend mit befristeten Arbeitsverträgen gearbeitet würden, so NGG-Geschäftsführer Helge Adolphs müsse man den gewerkschaftlich Aktiven gar nicht kündigen, deren Arbeitsverträge liefen ja irgendwann sowieso aus.
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Nach einem Bericht der Tagesschau vom xx gab es im Vorfeld der Übernahme durch die Oetker-Gruppe eine weitere Verschlechterung der Arbeitsbedingungen: "Team- und Schichtleiter hätten unbezahlte Überstunden leisten müssen, die Fahrer hätten oft nicht pünktlich Feierabend machen können, es hätte Probleme beim Arbeitsschutz gegeben und Mitarbeitern, die unverschuldet wegen Krankheit fehlten, sei schnell gekündigt worden.Das Unternehmen habe die Tatsache ausgenutzt, dass viele Mitarbeiter Teilzeitkräfte waren und es keine betriebliche Mitsprache gab. Vor der Übernahme habe man offensichtlich die Mitarbeiterkosten in der Bilanz niedrig halten wollen. "Schlimmer als die Flaschenpost geht es nicht", ist sein Fazit."<ref name="t_schau">[Internetquelle |autor=Marcel Kolvenbach |url=https://www.tagesschau.de/wirtschaft/flaschenpost-durstexpress-oetker-101.html |titel=Flaschenpost und Durstexpress – „Ein Klima der Angst“ |werk=tagesschau.de |datum=2020-11-06 |abruf=2021-04-20]</ref>  
  
  
 
==Union Busting==
 
==Union Busting==

Version vom 18. Juni 2021, 12:09 Uhr

Flaschenpost SE

Rechtsform Europäische Gesellschaft
Gründung 2012
Sitz Münster
Leitung Stephen Weich, Christopher Huesmann, Julian Pachta, Niklas Plath
Mitarbeiterzahl ca. 8.000[1]
Umsatz 200 Millionen Euro[2]
Branche Einzelhandel
Website www.flaschenpost.de

Stand: 2020-11

Die Flaschenpost SE ist ein deutscher Lieferdienst für Getränke mit Sitz in Münster.

Arbeitsbedingungen

Im Sommer 2019 wurden aus der Niederlassung Münster berichtet, es gäbe dort ein ungeheiztes Lager, nur 15 Minuten Pause bei acht Stunden Arbeitszeit, kaum eine Möglichkeit, in Vollzeit zu arbeiten. Die Kundenbeschwerden nähmen zu, und der Druck lande bei den Fahren (weil beworbene Sonderangebote zu früh vergriffen sind). An heißen Tagen, an denen der meiste Umsatz gemacht würde, berichtete ein Mitarbeiter, er müsse bei 32 Grad in fünf Stunden schon mal 1200 Kisten bewegen. Die Arbeit werde zu wenig wertgeschätzt. Da würden ein paar Gratistrinkflaschen verteilt, das sei die einzige Reaktion auf die Hitze gewesen. Referenzfehler: Für ein <ref>-Tag fehlt ein schließendes </ref>-Tag.


Union Busting

  1. [Internetquelle |autor=Marcel Kolvenbach |url=https://www.tagesschau.de/wirtschaft/flaschenpost-durstexpress-oetker-101.html |titel=Flaschenpost und Durstexpress – „Ein Klima der Angst“ |werk=tagesschau.de |datum=2020-11-06 |abruf=2021-04-20]
  2. [Internetquelle |url=https://getraenke-news.de/kaufpreis-fuer-flaschenpost-deutlich-niedriger/ |titel=Kaufpreis für Flaschenpost deutlich niedriger |werk=Getränke News! |datum=2020-11-04 |abruf=2020-11-05]