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Flink

Aus UnionBustingWiki
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Flink SE

Logo

Rechtsform SE
Gründung 2020
Sitz Berlin, Vorlage:Deutschland
Leitung Christoph Cordes (Vorstand)
Mitarbeiterzahl 12.000 (2021)
Umsatz ca. 500 Mio. Euro (2021)
Branche Onlinedienste, Lieferdienst

Flink SE ist ein deutscher On-Demand-Lieferservice, der Artikel des täglichen Gebrauchs direkt an Verbraucher liefert. Das Unternehmen ist der größte Drittanbieter-Lieferservice in Europa. Flink beliefert nach eigenen Angaben an über 140 Standorten in mehr als 60 Städten Europas bis zu 10 Millionen Kunden.[1]

#Freitag13

Investoren / Besitzer

Zu den Hauptaktionären der Flink SE zählen Frankreichs Einzelhandelsriese Carrefour, die Rewe-Gruppe und der US-Essenslieferdienst Doordash.[2]

Geschäftsmodell

Arbeitsbeziehungen + Union Busting

Union Buster

Flink lässt sich vor Gericht durch die Kanzlei Pusch Wahlig Workplace Law vertreten.

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Anfang September 2022 hatten Beschäftigte von Flink einen Wahlvorstand ge- wählt. Bei der Versammlung kam es zu Tumulten. An der Tür wurden nicht alle Beschäftigten eingelassen. Das Organisationsteam warf ihnen vor, leitende Posi- tionen im Unternehmen zu bekleiden. Führungskräfte sind laut Gesetz nicht wahlberechtigt. Doch die Ausgeschlossenen sagten, sie seien lediglich Schichtleiter:innen ohne Personalverantwortung. Die Anwaltskanzlei Pusch Wahlig reichte im Namen der Geschäftsführung beim Arbeitsgericht eine Klage ein und wollte den Abbruch der gesamten Wahl erreichen. Das begründete sie mit dem Chaos bei der Versammlung. Robert Snyder – einer der Beschäftigten, die die Betriebsratswahl initiiert hatten – verlas gleich zu Beginn ein vorbereitetes Statement. Snyder warf er der Ge- schäftsführung vor, Notlagen von Beschäftigten auszunutzen. Die Belegschaft bestehe vor allem aus Migrant:innen, die sich nicht gut mit dem deutschen Arbeitsrecht auskannten, sagte der gebürtige US-Amerikaner. Der Arbeitsalltag sei von Willkür der Vorgesetzten gegenüber ihren Untergebenen geprägt. Die Bezahlung komme oft unvollständig auf den Konten an. Die Beschäftigten lebten zudem in ständiger Unsicherheit vor einer plötzlichen Kündigung. Im Unternehmen herrsche eine „Kultur der Angst“. Deshalb sei die Wahl des Wahlvorstand Anfang September ein „historischer Tag“ für die Beschäftigten des Lieferdienstes gewesen, sagte Snyder. Das Ziel der Einladenden sei es lediglich gewesen, „die Standards des deutschen Arbeitsrechts bei Flink umzusetzen“. Doch die Geschäftsführung habe die Ergebnisse der Wahl nicht akzeptiert und versuche nun, die Mitbestimmung im Unternehmen zu verhindern.

Martin Bechert, der Anwalt der Beschäftigten, warf seinem Gegenüber Pusch vor, gezielt „Lügen“ und „Verschwörungstheorien“ zu verbreiten, um die Beschäftigten zu diskreditieren und alle, die sie unterstützten. Ziel des Managements sei es, die Belegschaft einzuschüchtern. Flink wolle keinen Betriebsrat zulassen, sagte Bechert, sondern die umstrittene firmeninterne Struktur der „Ops Committees“ erhalten. Diese Gremien ähneln Betriebsräten, sind aber im Gegensatz zu diesen nicht im Arbeitsrecht verankert. „Ein Ops Comittee hat keine Rechte und keinen Kündigungsschutz“, kritisierte Bechert. Seine Mitglieder würden nicht gewählt, sondern von der Geschäftsführung ernannt. Daher sei es tendenziell arbeitgeberfreundlich. Der Anwalt ging noch weiter: Es handle sich nicht um eine Beschäf- tigtenvertretung, sondern um eine perfide Einrichtung, deren eigentlicher Zweck es sei, die Belegschaft auszuhorchen und gefügig zu machen. Ihm sei bekannt, dass bereits Beschäftigte eine Kündigung er- halten hätten, nachdem sie sich gegenüber dem Ops Committee als Befürworter:innen eines Betriebsrates zu erkennen gegeben hätten, so Martin Bechert.

Befristungen

Bezahlung

Geschäftsgebahren + Konkurrenzkampf

Nachweise / Quellen