Bayerisches Rotes Kreuz

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Das Bayerische Rote Kreuz versuchte 2017 unter der Geschäftsführung von Günter Hintermaier einen Rettungsassistenten und Mitglied des Personalrats zu kündigen. [1] Der Gekündigte arbeitete zuvor rund 20 Jahre im Schichtdienst. Der Kündigung vorausgegangen war Kritik des Rettungsassistenten und Personalratsmitgliedes an der Einsatzplanung, permanentem Personalmangel und hohem Arbeitsdruck.


Die Arbeitsbedingungen der Rettungskräfte verschlechterten sich deutlich, nachdem Verdi 2003 mit dem BRK einen eigenen Manteltarifvertrag abgeschlossen hatte. Damit waren die Beschäftigten deutlich schlechter gestellt als mit dem zuvor geltende Bundesangestellten-Tarifvertrag (BAT).

Methoden

Konstruierte Kündigung

Konstruierter Kündigungsgrund: eine Diskussion über einen Schichtplan wurde zu einem Bedrohungsszennario aufgebauscht. Das Verfahren duaerte quälend lang, unter anderem weil ein Zeuge des Bayersichen Roten Kreuzes mehrmals bei Gericht Terminverlegungen beantragte.

Wahlbeeinflussung und Installation eine gelben Personalrats

Der von Verdi-Mitgliedern dominierte Personalrat stimmte der Kündigung des Personalratsmitglieds Thomas L. im Januar 2017 zu. Dazu war freilich einige Vorarbeit nötig.

Die Geschäftsführung unter Günter Hintermaier soll die Personalratswahlen 2016 beeinflusst und besonders geschmeidige Beschäftigte, wie eine frühere Sekretärin der Geschäftsführung, die seit 2009 Personalratsvorsitzende ist, erneut ins Amt gehievt haben.(1) Der stellvertretende Personalratsvorsitzende selbst soll die Kündigungen sogar vorangetrieben haben, was einen Verstoß gegen das bayerische Personalvertretungsgesetz darstellen könnte.

Juristischer Begleitung des Union Busting

Juristischer Helfershelfer auf Seiten des Bayerischen Roten Kreuzes war Bernd Wittmann.

  1. Bayerisches Rotes Kreuz kündigt Personalratsmitglied aktion./.arbeitsunrecht 28.09.2018https://arbeitsunrecht.de/bayerisches-rotes-kreuz-kuendigt-personalratsmitglied/