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= Internationale Fälle =
 
= Internationale Fälle =
 
2014 kam heraus, dass Orpea in Frankreich bezahlte Beobachter einsetzte, um Informationen über die Beschäftigten ans Management weiterzugeben. In Paris wurden zwei Mitarbeiterinnen entlassen, weil sie einen unzulässigen Dienstplan zurückgewiesen haben.  
 
2014 kam heraus, dass Orpea in Frankreich bezahlte Beobachter einsetzte, um Informationen über die Beschäftigten ans Management weiterzugeben. In Paris wurden zwei Mitarbeiterinnen entlassen, weil sie einen unzulässigen Dienstplan zurückgewiesen haben.  
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Im Januar 2022 veröffentlichte der französische Journalist '''Victor Castanet''' ein Enthüllungsbuch über die unmenschlichen Zustände in einem von Orpeas Luxusheimen in dem Pariser Vorort Neuilly-sur-Seine. Zwischen 6.500 und 12.000 Euro im Monat kostet hier die Unterbringung für eine Person. Trotzdem spart das Management an allen Ecken und Enden und lässt die Bewohner*innen verwahrlosen. Mitarbeiter*innen berichten, dass Essen, Tabletten und Windeln durch Vorschriften des Konzerns wahllos auf ein Minimum begrenzt sind.<ref>Kevin Hoffmann: Frontberichte 02/2022: Hotel Wartburg, Prominent, Amazon, Orpea, https://arbeitsunrecht.de/frontberichte-02-2022/#anker04</ref>
    
Eine Orpea-Tochter in der Schweiz ist wegen schlechter Pflegequalität durch zu wenig Personal in den Schlagzeilen. 59 Prozent der Orpea-Beschäftigten in Polen haben lediglich einen befristeten Arbeitsvertrag. In Spanien hält das Unternehmen gesetzliche Arbeitszeiten und Tarifverträge nicht ein. In Belgien weigerte sich das Management mit den Beschäftigten zu sprechen und ihre Mitbestimmungsrechte zu respektieren.<ref>Lucy Redler, Unsere Gesundheit, ihr Profit?, Rosa Luxemburg Stiftung, https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Studien/Studien_2-21_Unsere_Gesundheit_Web.pdf</ref>
 
Eine Orpea-Tochter in der Schweiz ist wegen schlechter Pflegequalität durch zu wenig Personal in den Schlagzeilen. 59 Prozent der Orpea-Beschäftigten in Polen haben lediglich einen befristeten Arbeitsvertrag. In Spanien hält das Unternehmen gesetzliche Arbeitszeiten und Tarifverträge nicht ein. In Belgien weigerte sich das Management mit den Beschäftigten zu sprechen und ihre Mitbestimmungsrechte zu respektieren.<ref>Lucy Redler, Unsere Gesundheit, ihr Profit?, Rosa Luxemburg Stiftung, https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Studien/Studien_2-21_Unsere_Gesundheit_Web.pdf</ref>
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