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== Fälle von Union Busting  ==
 
== Fälle von Union Busting  ==
* Fall1
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* Bad Laasphe 2019
* Fall2
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Als Folge des Widerstands gegen neue Arbeitsverträge mit schlechteren Konditionen (s.u.) gab es im Jahr 2019 eine massive Diffamierungskampagne gegen den Betriebsratsvorsitzenden der Aldi-Region Bad Laasphe Uli K.
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Im September tauchte ein anonymer Brief „Von Aldianern Aldi Bad Laasphe“ auf. In dem diffamierenden Brief verbreiten die Aldianer unter anderem, der Betriebsratsvorsitzende wolle „mit aller Gewalt und aus persönlichem Interessen dem Unternehmen und der Gesellschaft Schaden zufügen“.
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Die „Aldianer“ sammelten mit dem verleumderischen Brief zudem Unterschriften gegen den Betriebsrat und seinen Vorsitzenden.
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* Berlin 2002
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Am Aldi-Sitz im nördlichen Berlin sowie in der Regionalzentrale Großbeeren wurde im Vorfeld der Betriebsratswahlen 2002 wie nach einem Drehbuch verfahren, das die AUB (Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger) ins Spiel brachte:
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Erst mündliche Stimmungsmache durch einige Filialleiter gegen die von ver.di-Mitgliedern geführten Betriebsräte. Dann auch Rundschreiben an alle Beschäftigten im Verkauf mit dem Tenor, die Gewerkschaftsleute würden angeblich Umsätze und Arbeitsplätze gefährden.
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Im Ergebnis wurde das Kräfteverhältnis in den beiden Betriebsräten völlig gekippt und die AUB stellte die Mehrheiten. <ref>Dauerskandal schürt Unmut und Enttäuschung [https://handel.verdi.de/unternehmen/a-c/aldi/++co++100aea50-6789-11e5-858d-525400ed87ba]handel.verdi.de</ref>
 
===Union Busting Methoden===
 
===Union Busting Methoden===
Diffamierung von Betriebsratsvorsitzenden, Klagewellen gegen Betriebsratsmitglieder, Unterstützung arbeitgeberfreundlicher Betriebsratslisten, Finanzierung der AUB (Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger) <ref>Dauerskandal schürt Unmut und Enttäuschung [https://handel.verdi.de/unternehmen/a-c/aldi/++co++100aea50-6789-11e5-858d-525400ed87ba]handel.verdi.de</ref> <ref>Kevin Hoffmann, Massives Union-Busting bei Aldi Nord [https://arbeitsunrecht.de/massives-union-busting-bei-aldi-nord/] 5.11. 2019 arbeitsunrecht.de</ref>,
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Diffamierung von Betriebsratsvorsitzenden, Klagewellen gegen Betriebsratsmitglieder, Unterstützung arbeitgeberfreundlicher Betriebsratslisten, Finanzierung der AUB <ref>Kevin Hoffmann, Massives Union-Busting bei Aldi Nord [https://arbeitsunrecht.de/massives-union-busting-bei-aldi-nord/] 5.11. 2019 arbeitsunrecht.de</ref>,
 
== Arbeitsbedingungen ==
 
== Arbeitsbedingungen ==
 
Seit 2014 hat Aldi Nord nach und nach neue (und damit schlechtere) Arbeitsverträge und Betriebsvereinbarungen für die rund 36.000 Beschäftigten durchgesetzt. Mittlerweile konnte der Konzern in 30 von 32 Regionalgesellschaften in denen rund 34.000 Mitarbeiter arbeiten die neuen Verträge durchsetzen.Durch die neuen Arbeitsverträge verpflichten sich die Mitarbeiter unter anderem dazu ein neues Arbeitszeitmodell zu akzeptieren. Dieses sieht vor, dass die Mitarbeiter künftig in der Zeit zwischen 4 Uhr für und 23 Uhr abends eingesetzt werden können. Zudem sollen sich die Mitarbeiter verpflichten bis zur gesetzlichen Höchstarbeitszeit von 50 Stunden pro Woche Mehrarbeit und Überstunden zu leisten.
 
Seit 2014 hat Aldi Nord nach und nach neue (und damit schlechtere) Arbeitsverträge und Betriebsvereinbarungen für die rund 36.000 Beschäftigten durchgesetzt. Mittlerweile konnte der Konzern in 30 von 32 Regionalgesellschaften in denen rund 34.000 Mitarbeiter arbeiten die neuen Verträge durchsetzen.Durch die neuen Arbeitsverträge verpflichten sich die Mitarbeiter unter anderem dazu ein neues Arbeitszeitmodell zu akzeptieren. Dieses sieht vor, dass die Mitarbeiter künftig in der Zeit zwischen 4 Uhr für und 23 Uhr abends eingesetzt werden können. Zudem sollen sich die Mitarbeiter verpflichten bis zur gesetzlichen Höchstarbeitszeit von 50 Stunden pro Woche Mehrarbeit und Überstunden zu leisten.
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