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| | Flink lässt sich vor Gericht durch die Kanzlei Pusch Wahlig Workplace Law vertreten. | | Flink lässt sich vor Gericht durch die Kanzlei Pusch Wahlig Workplace Law vertreten. |
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| − | ==Arbeitsbedingungen== | + | ==xxx== |
| | + | Anfang September 2022 hatten Beschäftigte von Flink einen Wahlvorstand ge- |
| | + | wählt. Bei der Versammlung kam es zu Tumulten. An der Tür wurden nicht alle |
| | + | Beschäftigten eingelassen. Das Organisationsteam warf ihnen vor, leitende Posi- |
| | + | tionen im Unternehmen zu bekleiden. Führungskräfte sind laut Gesetz nicht wahlberechtigt. |
| | + | Doch die Ausgeschlossenen sagten, sie seien lediglich Schichtleiter:innen ohne Personalverantwortung. |
| | + | Die Anwaltskanzlei Pusch Wahlig reichte im Namen der Geschäftsführung beim Arbeitsgericht eine Klage ein und wollte |
| | + | den Abbruch der gesamten Wahl erreichen. Das begründete sie mit dem Chaos bei der Versammlung. |
| | + | Robert Snyder – einer der Beschäftigten, die die Betriebsratswahl initiiert |
| | + | hatten – verlas gleich zu Beginn ein vorbereitetes Statement. Snyder warf er der Ge- |
| | + | schäftsführung vor, Notlagen von Beschäftigten auszunutzen. Die Belegschaft |
| | + | bestehe vor allem aus Migrant:innen, die sich nicht gut mit dem deutschen Arbeitsrecht auskannten, sagte der gebürtige US-Amerikaner. Der Arbeitsalltag sei |
| | + | von Willkür der Vorgesetzten gegenüber ihren Untergebenen geprägt. Die Bezahlung komme oft unvollständig auf den |
| | + | Konten an. Die Beschäftigten lebten zudem in ständiger Unsicherheit vor einer |
| | + | plötzlichen Kündigung. Im Unternehmen herrsche eine „Kultur der Angst“. |
| | + | Deshalb sei die Wahl des Wahlvorstand Anfang September ein „historischer Tag“ für die Beschäftigten des Lieferdienstes |
| | + | gewesen, sagte Snyder. Das Ziel der Einladenden sei es lediglich gewesen, „die Standards des deutschen Arbeitsrechts |
| | + | bei Flink umzusetzen“. Doch die Geschäftsführung habe die Ergebnisse der Wahl nicht akzeptiert und versuche nun, |
| | + | die Mitbestimmung im Unternehmen zu verhindern. |
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| | + | Martin Bechert, der Anwalt der Beschäftigten, warf seinem Gegenüber Pusch vor, gezielt „Lügen“ und |
| | + | „Verschwörungstheorien“ zu verbreiten, um die Beschäftigten zu diskreditieren und alle, die sie unterstützten. Ziel des |
| | + | Managements sei es, die Belegschaft einzuschüchtern. Flink wolle keinen Betriebsrat zulassen, sagte Bechert, sondern die umstrittene firmeninterne Struktur der „Ops Committees“ erhalten. |
| | + | Diese Gremien ähneln Betriebsräten, sind aber im Gegensatz zu diesen nicht im Arbeitsrecht verankert. „Ein Ops Comittee hat keine Rechte und keinen Kündigungsschutz“, kritisierte Bechert. |
| | + | Seine Mitglieder würden nicht gewählt, sondern von der Geschäftsführung ernannt. Daher sei es tendenziell arbeitgeberfreundlich. Der Anwalt ging noch weiter: Es handle sich nicht um eine Beschäf- |
| | + | tigtenvertretung, sondern um eine perfide Einrichtung, deren eigentlicher Zweck es sei, die Belegschaft auszuhorchen und gefügig zu machen. Ihm sei bekannt, dass bereits Beschäftigte eine Kündigung er- |
| | + | halten hätten, nachdem sie sich gegenüber dem Ops Committee als Befürworter:innen eines Betriebsrates zu erkennen gegeben hätten, so Martin Bechert. |
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| | ===Befristungen=== | | ===Befristungen=== |