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Zudem weigerten sich einige Mitarbeiter, die augenscheinlich auf Seite der Geschäftsführung standen, sich an die im Wissenschaftspark geltenden Corona-Regeln zu halten. Daher musste ver.di die Wahlversammlung abbrechen. Die Gewerkschaft will nun den Wahlvorstand durch das Arbeitsgericht einsetzen lassen.<ref>Matthias Heselmann, [https://www.waz.de/staedte/gelsenkirchen/gelsenkirchener-unternehmen-wehrt-sich-gegen-betriebsrat-id233469924.html/ Gelsenkirchen: Unternehmen kündigt schwangerer Frau], 01.10.2021, waz.de</ref>
 
Zudem weigerten sich einige Mitarbeiter, die augenscheinlich auf Seite der Geschäftsführung standen, sich an die im Wissenschaftspark geltenden Corona-Regeln zu halten. Daher musste ver.di die Wahlversammlung abbrechen. Die Gewerkschaft will nun den Wahlvorstand durch das Arbeitsgericht einsetzen lassen.<ref>Matthias Heselmann, [https://www.waz.de/staedte/gelsenkirchen/gelsenkirchener-unternehmen-wehrt-sich-gegen-betriebsrat-id233469924.html/ Gelsenkirchen: Unternehmen kündigt schwangerer Frau], 01.10.2021, waz.de</ref>
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=== Einzelgespräche mit Abfindungsangebote ===
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=== Einzelgespräche und Abfindungsangebote ===
 
Am 28.09.2021 zitierte die Geschäftsführung dann drei Beschäftigte zu '''Einzelgesprächen''' in ihr Büro. Diese verdächtigte die Geschäftsführung die treibenden Kräfte hinter der Betriebsratsgründung zu sein. Den ersten zwei Kollegen bot man an eine '''höhere Abfindung''' zu zahlen, sollten sie einen '''Aufhebungsvertrag''' unterschreiben und das Unternehmen „freiwillig“ verlassen. Einer dritten, im siebten Monat schwangeren, Kollegin bot die Geschäftsführung an sie frühzeitig in Mutterschaft zu schicken.<ref>[https://besondere-dienste-nrw.verdi.de/++co++3e5109f4-2203-11ec-8d60-001a4a160100 Avedo kündigt Schwangere fristlos!], 30.09.2021, Presserklärung Verdi</ref>  Alle drei lehnten die Angebote des Unternehmens ab.  
 
Am 28.09.2021 zitierte die Geschäftsführung dann drei Beschäftigte zu '''Einzelgesprächen''' in ihr Büro. Diese verdächtigte die Geschäftsführung die treibenden Kräfte hinter der Betriebsratsgründung zu sein. Den ersten zwei Kollegen bot man an eine '''höhere Abfindung''' zu zahlen, sollten sie einen '''Aufhebungsvertrag''' unterschreiben und das Unternehmen „freiwillig“ verlassen. Einer dritten, im siebten Monat schwangeren, Kollegin bot die Geschäftsführung an sie frühzeitig in Mutterschaft zu schicken.<ref>[https://besondere-dienste-nrw.verdi.de/++co++3e5109f4-2203-11ec-8d60-001a4a160100 Avedo kündigt Schwangere fristlos!], 30.09.2021, Presserklärung Verdi</ref>  Alle drei lehnten die Angebote des Unternehmens ab.  
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=== Kündigung von Betriebsratsinitiator*innen ===
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=== Kündigung von Betriebsrats-Initiatorinnen und -Initiatoren ===
Im Anschluss kündigte die Geschäftsführung den zwei Kollegen fristlos und sprach gegen die schwangere Kollegin ein '''Beschäftigungsverbot''' aus. Kurz darauf erhielt auch sie eine '''fristlose Kündigung'''. Bei allen Kündigungen ist „aus wichtigem Grund“ als Kündigungsgrund angegeben. Mittlerweile hat die Geschäftsführung drei weiteren Mitarbeiter*innen gekündigt. Die Gewerkschaft ver.di hat angekündigt gemeinsam mit den betroffenen Mitarbeiter*innen gegen die Kündigungen zu klagen.  
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Im Anschluss kündigte die Geschäftsführung den zwei Kollegen fristlos und sprach gegen die schwangere Kollegin ein '''Beschäftigungsverbot''' aus. Kurz darauf erhielt auch sie eine '''fristlose Kündigung'''. Bei allen Kündigungen ist „aus wichtigem Grund“ als Kündigungsgrund angegeben. Mittlerweile hat die Geschäftsführung drei weiteren Mitarbeiter*innen gekündigt. Die Gewerkschaft ver.di hat angekündigt gemeinsam mit den betroffenen Mitarbeitenden gegen die Kündigungen zu klagen.  
    
Nach den fristlosen Kündigungen will ver.di gemeinsam mit den betroffenen Mitarbeiter*innen '''Strafanzeige wegen Behinderung von Betriebsratswahlen gem. § 119 BetrVG''' stellen.<ref>[https://www.radioemscherlippe.de/artikel/streit-um-kuendigungen-bei-gelsenkirchener-callcenter-1092948-amp.html Streit um Kündigungen bei Gelsenkirchener Callcenter], 05.10.2021, radioemscherlippe.de</ref>  
 
Nach den fristlosen Kündigungen will ver.di gemeinsam mit den betroffenen Mitarbeiter*innen '''Strafanzeige wegen Behinderung von Betriebsratswahlen gem. § 119 BetrVG''' stellen.<ref>[https://www.radioemscherlippe.de/artikel/streit-um-kuendigungen-bei-gelsenkirchener-callcenter-1092948-amp.html Streit um Kündigungen bei Gelsenkirchener Callcenter], 05.10.2021, radioemscherlippe.de</ref>  
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