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Die ''aktion ./. arbeitsunrecht'' setzt sich für Betriebsräte, Betriebsratsgründungen und Arbeitsrechte in Deutschland ein. Der Verein wendet sich gegen [[Union Busting]], [[Rechtsnihilismus]], [[Straflosigkeit]] und allgemeines [[Arbeitsunrecht]] (wie [[Lohndumping]], miserable Arbeitsbedingungen und systematische Entrechtung von Lohnabhängigen etwa durch [[sachgrundlose Befristung]], [[Arbeit auf Abruf]], [[Auslagerung]], [[Leiharbeit]] und [[Werkverträge]]).
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Die ''aktion ./. arbeitsunrecht - Initiative für Demokratie in Wirtschaft & Betrieb e.V.'' setzt sich für Betriebsräte, Betriebsratsgründungen und Arbeitsrechte in Deutschland ein. Der Verein wendet sich gegen [[Union Busting]], [[Rechtsnihilismus]], [[Straflosigkeit]] und allgemeines [[Arbeitsunrecht]] (wie [[Lohndumping]], miserable Arbeitsbedingungen und systematische Entrechtung von Lohnabhängigen etwa durch [[sachgrundlose Befristung]], [[Arbeit auf Abruf]], [[Auslagerung]], [[Leiharbeit]] und [[Werkverträge]]).
    
Das Hauptaugenmerk der Vereinsaktivität liegt auf der Verteidigung und Neugründung von aktiven Betriebsräten.
 
Das Hauptaugenmerk der Vereinsaktivität liegt auf der Verteidigung und Neugründung von aktiven Betriebsräten.
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Die Aktion gegen Arbeitsunrecht erforscht und dokumentiert zu diesem Zweck die Methoden und Strategien krimineller Unternehmer, ihrer Personalverantwortlichen, Dienstleister und Helfershelfer (insbesondere Juristen und Unternehmensberater) und versucht, deren Netzwerke und kriminogene Milieus zu erfassen.
 
Die Aktion gegen Arbeitsunrecht erforscht und dokumentiert zu diesem Zweck die Methoden und Strategien krimineller Unternehmer, ihrer Personalverantwortlichen, Dienstleister und Helfershelfer (insbesondere Juristen und Unternehmensberater) und versucht, deren Netzwerke und kriminogene Milieus zu erfassen.
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In der ''aktion ./. arbeitsunrecht -- Initiative für Demokratie in Wirtschaft und Betrieb'' organisieren sich betroffene Lohnabhängige und deren Angehörige, Gewerkschafter, Bürgerrechtler und soziale Aktivisten. Der Verein sieht sich als notwendige Ergänzung zu Gewerkschaften, mit denen er in solidarischer Distanz auf verschiedenen Ebenen zusammenarbeitet.
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In der Initiative organisieren sich betroffene Lohnabhängige und deren Angehörige, Gewerkschafter, Bürgerrechtler und soziale Aktivisten. Der Verein sieht sich als notwendige Ergänzung zu Gewerkschaften, mit denen er in solidarischer Distanz auf verschiedenen Ebenen zusammenarbeitet.
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Der Verein legt Wert auf finanzielle, personelle und ideologische Unabhängigkeit. Er finanziert sich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge.
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Der Verein legt Wert auf finanzielle, personelle und ideologische Unabhängigkeit. Er finanziert sich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge und ist als gemeinnützig anerkannt.  
    
==Geschichte==
 
==Geschichte==
 
Elmar Wigand, Jessica Reisner, Werner Rügemer und weitere Mitbegründer gründeten am 18.01.2014 den Verein aktion./.arbeitsunrecht - Initiative für Demokratie in Wirtschaft & Betrieb e.V.   
 
Elmar Wigand, Jessica Reisner, Werner Rügemer und weitere Mitbegründer gründeten am 18.01.2014 den Verein aktion./.arbeitsunrecht - Initiative für Demokratie in Wirtschaft & Betrieb e.V.   
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Der Verein ist vom Finanzamt Köln-Süd als gemeinnützig anerkannt.
      
Die Gründung erfolgte als Konsequenz aus der Arbeit für die 2014 für die Otto-Brenner-Stiftung veröffentlichten Studie '''"Union Busting in Deutschland - Die Bekämpfung von Betriebsräten und Gewerkschaften als professionelle Dienstleistung"''' von Elmar Wigand und Werner Rügemer.<ref>{{Cite web|title=Betriebsräte-Bekämpfung als professionelle Dienstleistung|websiteTitle=www.otto-brenner-stiftung.de|url=https://www.otto-brenner-stiftung.de/wissenschaftsportal/informationsseiten-zu-studien/studien-2014/union-busting-in-deutschland/|Zugriffsdatum=2021-12-09}}</ref> Die Recherchen zur Studie hatten gezeigt, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Union_Busting Union Busting], also systematische Behinderung von Betriebsratsarbeit und gewerkschaftlicher Organisierung, ein in Deutschland nahezu unerforschtes Gebiet ist, zu dem kaum Zahlen vorliegen. Auf der anderen Seite gibt es von Union Busting-Methoden betroffene Betriebsratsmitglieder, die teils schwere psychische und körperliche Schäden davontragen, während die verantwortlichen Führungskräfte und ihre Dienstleister (wie auf Union Busting spezialisierte Anwaltskanzleien, Wirtschaftskanzleien und Detekteien) in der Regel ungestraft davon kommen.  
 
Die Gründung erfolgte als Konsequenz aus der Arbeit für die 2014 für die Otto-Brenner-Stiftung veröffentlichten Studie '''"Union Busting in Deutschland - Die Bekämpfung von Betriebsräten und Gewerkschaften als professionelle Dienstleistung"''' von Elmar Wigand und Werner Rügemer.<ref>{{Cite web|title=Betriebsräte-Bekämpfung als professionelle Dienstleistung|websiteTitle=www.otto-brenner-stiftung.de|url=https://www.otto-brenner-stiftung.de/wissenschaftsportal/informationsseiten-zu-studien/studien-2014/union-busting-in-deutschland/|Zugriffsdatum=2021-12-09}}</ref> Die Recherchen zur Studie hatten gezeigt, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Union_Busting Union Busting], also systematische Behinderung von Betriebsratsarbeit und gewerkschaftlicher Organisierung, ein in Deutschland nahezu unerforschtes Gebiet ist, zu dem kaum Zahlen vorliegen. Auf der anderen Seite gibt es von Union Busting-Methoden betroffene Betriebsratsmitglieder, die teils schwere psychische und körperliche Schäden davontragen, während die verantwortlichen Führungskräfte und ihre Dienstleister (wie auf Union Busting spezialisierte Anwaltskanzleien, Wirtschaftskanzleien und Detekteien) in der Regel ungestraft davon kommen.