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Die Dräxlmaier Group gehört zu den 100 größten Automobilzulieferern der Welt und beschäftigte 2020 rund 75.000 Mitarbeiter an 65 Standorten. Unter der Leitung von Fritz Dräxlmaier, Stefan Brandl, Franz Haslinger und Martin Gall wurde 2020 trotz Corona und Wirtschaftskrise ein Umsatz von 4,2 Milliarden Euro erwirtschaftet.
 
Die Dräxlmaier Group gehört zu den 100 größten Automobilzulieferern der Welt und beschäftigte 2020 rund 75.000 Mitarbeiter an 65 Standorten. Unter der Leitung von Fritz Dräxlmaier, Stefan Brandl, Franz Haslinger und Martin Gall wurde 2020 trotz Corona und Wirtschaftskrise ein Umsatz von 4,2 Milliarden Euro erwirtschaftet.
 
== Fälle von Union Busting  ==
 
== Fälle von Union Busting  ==
 
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Die Standortleitung in Sachsenheim bei Stuttgart um Gunther Wössner will nur mit der Mitarbeitervertretung sprechen und nicht mit Gewerkschaftsvertretern.
===Union Busting Methoden===
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Bislang weigert sich die Geschäftsführung, mit der IG Metall über einen Tarifvertrag zu verhandeln. Bisher gibt es in keinem einzigen der 15 deutschen Standorte einen Tarifvertrag. (Stand Juli 2021)
 
   
== Arbeitsbedingungen und Entlohnung==
 
== Arbeitsbedingungen und Entlohnung==
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Bislang weigert sich die Geschäftsführung, mit der IG Metall über einen Tarifvertrag zu verhandeln. Bisher gibt es in keinem einzigen der 15 deutschen Standorte einen Tarifvertrag. Die Gewerkschaft soll möglichst draußen bleiben und auch Betriebsräte sieht man nicht gerne. Alle Fragen rund um den Lohn und Arbeitsbedingungen wolle man lieber intern klären und nicht mit der Gewerkschaft.  
 
Bislang weigert sich die Geschäftsführung, mit der IG Metall über einen Tarifvertrag zu verhandeln. Bisher gibt es in keinem einzigen der 15 deutschen Standorte einen Tarifvertrag. Die Gewerkschaft soll möglichst draußen bleiben und auch Betriebsräte sieht man nicht gerne. Alle Fragen rund um den Lohn und Arbeitsbedingungen wolle man lieber intern klären und nicht mit der Gewerkschaft.  
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Die Standortleitung um Gunther Wössner will nur mit der Mitarbeitervertretung sprechen und nicht mit Gewerkschaftsvertretern. Aktuell bietet sie den Beschäftigten jetzt schon mal zwei Euro mehr pro Schicht oder 500 Euro Corona-Prämie an – und will kostenlose (!) Wasserspender aufstellen. Auch soll eventuell erstmals nach längerer Pause konzernweit wieder eine Entgelterhöhung von zwei Prozent geben. Vorangegangen waren eine Belegschaftsversammlung, sowie zwei Streikaktionen der Früh- und Nachtschicht. Rund 60 der 300 Mitarbeiter beteiligten sich daran.
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Aktuell bietet sie den Beschäftigten jetzt schon mal zwei Euro mehr pro Schicht oder 500 Euro Corona-Prämie an – und will kostenlose (!) Wasserspender aufstellen. Auch soll eventuell erstmals nach längerer Pause konzernweit wieder eine Entgelterhöhung von zwei Prozent geben. Vorangegangen waren eine Belegschaftsversammlung, sowie zwei Streikaktionen der Früh- und Nachtschicht. Rund 60 der 300 Mitarbeiter beteiligten sich daran.
    
Über die zentralen Kernthemen von Belegschaft und Gewerkschaft wie Schichtzuschläge, Arbeitszeiten, Altersteilzeit und -sicherung will Dräxlmeier lieber nicht verhandeln. Unterdessen droht der Standortleiter lieber, ein anhaltender Arbeitskampf wäre für alle Beteiligten von Nachteil und würde Arbeitsplätze gefährden.
 
Über die zentralen Kernthemen von Belegschaft und Gewerkschaft wie Schichtzuschläge, Arbeitszeiten, Altersteilzeit und -sicherung will Dräxlmeier lieber nicht verhandeln. Unterdessen droht der Standortleiter lieber, ein anhaltender Arbeitskampf wäre für alle Beteiligten von Nachteil und würde Arbeitsplätze gefährden.
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