Seit 2014 hat Aldi Nord nach und nach neue (und damit schlechtere) Arbeitsverträge und Betriebsvereinbarungen für die rund 36.000 Beschäftigten durchgesetzt. Mittlerweile konnte der Konzern in 30 von 32 Regionalgesellschaften in denen rund 34.000 Mitarbeiter arbeiten die neuen Verträge durchsetzen.Durch die neuen Arbeitsverträge verpflichten sich die Mitarbeiter unter anderem dazu ein neues Arbeitszeitmodell zu akzeptieren. Dieses sieht vor, dass die Mitarbeiter künftig in der Zeit zwischen 4 Uhr für und 23 Uhr abends eingesetzt werden können. Zudem sollen sich die Mitarbeiter verpflichten bis zur gesetzlichen Höchstarbeitszeit von 50 Stunden pro Woche Mehrarbeit und Überstunden zu leisten.
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Damit ist das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats beim Thema Überstunden faktisch vollkommen ausgehebelt. Zudem behält sich Aldi Nord durch die neuen Arbeitsverträge vor freiwillige Zulagen wieder einzukassieren und zukünftig aus dem geltenden Tarifvertrag auszusteigen. Gleichzeitig sollen neue Betriebsvereinbarungen Sonn- und Feiertagsarbeit für den Fuhrpark und die Kommission im Aldi Zentrallager ermöglichen