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Am Freitag, dem 13.04.2018, fanden Aktionen in 13 Städten statt. Erstmals gab es in Amsterdam, Cardiff und Glasgow an einem #Freitag13 auch Solidaritäts-Aktionen im europäischen Ausland.
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Unter dem Motto '''''"Shame on you, Deliveroo!"''''' protestierten am Freitag, dem 13.04.2018, 200-300 Rider und Unterstützer gegen die systematische Entrechtung von Deliveroo-Kurieren durch Schein-Selbständigkeit, Lohn-Dumping, Betriebsrats-Behinderung und Stücklohn-Knechtschaft. Es gab Fahrraddemonstrationen in Köln und Berlin und einen Agit-Prop-Aktion am Museumplatz in Amsterdam.
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Zuvor hatte die Aktion gegen Arbeitsunrecht mit spendenfinanzierten Briefen 1.547 Deliveroo-Vertragsrestaurants über das Geschäftsgebaren des Lieferdienstes gegenüber den Kurieren aufgeklärt und zur Überprüfung der Geschäftsbeziehungen aufgefordert.
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====== Hintergrund ======
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Deliveroo arbeitete routinemäßig mit sachgrundlosen Kettenbefristungen. Das Management versuchte, den ersten deutschen Deliveroo-Betriebsrat in Köln zu zerschlagen, indem nahezu alle Befristungen ausliefen und in Schein-Selbständigkeiten umgewandelt wurden. Ein Betriebsratsmitglied von Deliveroo in Köln klagte gegen ihre Entlassung durch Nicht-Verlängerung eines befristeten Vetrages. <ref>Arbeitsunrecht 14.03.2018 Deliveroo: Protest vor Arbeitsgericht Köln    https://arbeitsunrecht.de/deliveroo-protest-vor-arbeitsgericht-koeln/</ref>
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Zudem experimentierte Deliveroo mit arbeitsrechtlichen Grausamkeiten wie Null-Euro-Verträgen – bezahlt wurden nur noch Abschläge für erfolgreiche Auslieferungen – oder Ein-Stunden-Schichten. Hinter futuristischen Schlagworten wie „Dienstleistung 4.0“ und „Gig-Economy“ verbirgt sich ein Rückfall in die Dienstboten-Kultur des Kaiserreichs.
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Das Kalkül der beratend tätigen Wirtschaftskanzlei Gleiss Lutz lautet: 1. Selbständige dürfen keinen Betriebsrat wählen. 2. Gewählte Betriebsratsmitglieder scheiden durch Nicht-Verlängerung aus.
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