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, 15:14, 30. Jun. 2021
Unterstützer in über 20 Städten beteiligten sich am 13.1.2017 am Protest gegen unsichere Arbeitsbedingungen und Union Busting bei der schwedischen Modekette H&M. Die Aktion gegen Arbeitsunrecht spitzte den Protest zu auf
* die Vorreiterrolle des Unternehmens bei der Durchsetzung und Erprobung sozialschädlicher Arbeitszeitszeit-Modelle,
* die skrupellose Vernichtung von Arbeitsplätzen,
* explodierender Reichtum der Besitzer-Familie Persson bei wachsende Armut der Arbeitenden.
====== Hintergrund ======
Im Mittelpunkt der Kritik standen sozialschädliche Arbeitszeit-Modelle, Union Busting und der Kampf gegen die Schließung des Lagers Großostheim. Die aktion./.arbeitsunrecht warf H&M konkret vor, Betriebsräte in Deutschland mit Hilfe juristischer Nachstellungen der Kanzlei [[DLA Piper]] gezielt zu zermürben und Beschäftigte mit Kettenbefristungen, Arbeit auf Abruf und sog. Flexi-Verträgen in ständiger Sorge um ihren Arbeitsplatz und ihre Stundenzahlen halten.
Der Protest richtete sich auch gegen unsubstantiierte Kündigungsversuche gegen Betriebsratsmitglieder in '''Tübingen''', '''Bad Godesberg''' und '''Leverkusen.'''
====== Aktionsformen ======
* Verbreitung von Kontakt-Anzeigen und Wohnungs-Suchenden-Anzeigen mit der Bitte um größtmögliche, auch finanzielle Flexibilität seitens des Parntners und Vermieters
* '''Shop-Dropping''' und '''Flugbatt-Verteilaktionen''' zwecks '''Kundeninformation''' und '''Image-Korrektur''' vor H&M-Flialen
* einen '''Zombie-Walk''' – Marsch der lebenden Arbeitszeitleichen in Aschaffenburg,
* eine '''Modenschau der arbeitsrechtlichen Grausamkeiten''' in Herford,
* das '''öffentliche Zerflexen''' von 38,5 Stunden-Fest-Verträgen zu Flex-Verträgen in Köln,
* einen '''Hai-Alarm''' und die '''Absperrung eines arbeitsrechtlichen Gefahrengebiets''' vor dem H&M-Flaggschiff-Geschäft in Hamburg.